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3 (1800)
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151lein erkennen. Sol wenig man Traubenvon den Dornen, oder Feigen von denden Diſteln leſen kann; ſo wenigein guter Baum schlechte, oder einschlechter Baum gute Früchte trägt;ebenso unmöglich ist es, nach seiner Bekehrung,daß sich nicht auch seine aufrichtigen Verehrer,die von seinem Geiste und dem Geiste seinerLehre durchdrungen sind, durch ein sittliches,den Gesetzen der Pflicht und Tugend gemäßenerhalten auszeichnen sollten. Es werdendeßwegen, wie er sich bestimmt darüber erklärt,nicht alle, die zu ihm Herr, Herr, sa-gen, oder die ihn und seine Lehre, nur äußer-lich verehren und bekennen, in das Himmel-reich kommen, durch ihn und in der näherenVerbindung mit ihm glücklich werden, sonderndie den Willen thun, seines Vatersim Himmel, sondern nur die, welche sichdurch freudiges Vollbringen des göttlichen Wil-lens vor andern unterscheiden. Ja selbst dieje-nigen will und wird er nicht für die seinigenerkennen, die zwar manche schöne und große,auch wohl gemeinnützige Handlungen, aber nichtum des Gewissens, nicht um der Pflicht willen,nicht aus inniger Achtung und Liebe für die Ge-bote der Wahrheit und Tugend, sondern ausandern, mit diesen in keiner Verbindung ste-benden, eigennützigen und selbstsüchtigen Absich-tenK 4