147Sie müsse uns nicht vergebens belehren undwarnen, die traurige Erfahrung unserer Tage!Endlich müsse doch einmahl der Erfolg so vielerverderblichen Bemühungen, uns die Abſichten,die man dabei hätte, in einem helleren Lichte zei-gen! Endlich doch einmahl die so oft bewiesene,vielleicht oft von uns erkannte und empfundeneWahrheit, einen merklicheren Einfluß in unserVerhalten haben! Wir überzeugten uns neulich,durch vernünftiges Nächdenken, durch Geschichteund Erfahrung, daß das Unglück und Verderbender Völker, vornehmlich aus ihrer Unsittlichkeitentspringe, so wie wir uns kurz vorher davonüberzeugt hatten, daß Menschenwohl und Völ-kerglück auf der Sittlichkeit ruhe. Die gegen-wärtige Untersuchung soll uns nun näher beleh-ren, daß diese wieder ihre vornehmste Kraft undStärke von der Religion, und insbesondere vonden Belehrungen und Anweisungen des Christen-thums erhalte. Wenn wir dieses einsehen, wirdes einem jeden von selbst einleuchten, daß Reli-gion und Christenthum, als Grundlage der Sitt-lichkeit, eben so wahr und richtig auch die Grund-lage jeder guten Regierung genennt zu werdenverdienen. Und wenn ich glücklich genug bin,dieses zu erweisen, oder diese schon oft bewiese-ne Wahrheit noch einmahl für das gegenwärtigeZeitalter recht anschaulich und fühlbar zu machen,dann mögen mich immerhin jene fanatischen Prie-K 2stel
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3 (1800)
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