133beschützen vermag? Und wenn man uns daraufantwortet, daß die Ueppigkeit und Schwelgereyvon einigen doch vielen zum Nutzen gereiche, daßgerade sie Gewerbfleiß und Handlung vermehre-und den so nöthigen Umlauf des Geldes verbrei-e, was werden wir euch darauf antworten?wir werden euch fragen: Wo denn der Dammist, welchen ihr der durch sie verbreiteten Un-sittlichkeit zu setzen gedenket, damit sie nur eini-ge, oder viele, aber nicht die meisten, nichtalle ergreife? Wir werden euch mit einemgroßen Manne unseres Jahrhunderts fragen:Was dünkt euch, wenn jemand unter uns auf-stünde und behauptete, es wäre zum Flor undWachsthum des gemeinen Wesens höchstnöthig,daß viele Kranke, Gebrechliche und Elende ineinem Lande wären, denn so könnten viele Aerzteund Arzneyverkäufer desto besser ihren Unterhaltfinden: Es wäre zur Glückseligkeit eines Vol-kes überaus dienlich, wenn viele Diebe, Stra-senräuber und Mörder in demselben sich aufhiel-ten; denn so würde man viele Scharfrichter,Schlösser, Gefangenwärter und andere Leutebrauchen, und also allerhand unnützen Menschen,die sonst Böses gethan oder gebettelt hätten,Brod geben können: Es wäre einem Lande garnützlich, wenn die meisten Bewohner Arm wä-ren, denn so würde man viele Armenhäuserbauen müssen, wobey viele Arbeiter und Hand-werker
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3 (1800)
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133
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