Druckschrift 
3 (1800)
Seite
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132alters, spart weder Kosten noch Mühe, densel-ben zu entkräften, und sich von Schmach undSchande zu retten, die sie lieber den Unschuldi-gen zuweisen will.Ueppigkeit und Schwelgerey, die wir unterdem Nahmen der Unsittlichkeit vorzüglich mitangreifen, entstehen freylich aus Ueberfluß undReichthum, die allemahl der Vorzug eines Vol-kes genennt zu werden verdienen, und die guteinnere Einrichtung eines Staates beweisen, inwelchem Gewerbfleiß und Handlung blühen, unddie wohlverdiente Beschützung und Aufmunte-rung finden. Wenn sie aber nach und nach dieEinfalt der Sitten verdrängen, und mit ihr auchdas Gefühl des Wahren und Guten, und dieKraft zur Ausübung desselben ersticken; wenn siedie Menschen weichlich machen, und Geist undKörper erschlafen; wenn sie sich allenthalben im-mer weiter verbreiten, und mit der Mößigkeit,dem Fleiße, der Arbeitsamkeit, dem Muthe undder Tapferkeit, fast jede andere Tugend vertrei-ben, durch welche doch allein nur die Macht derStaaten, und das Glück der Völker erworbenund erhalten wird; dürfen wir sie dann nichtmit Recht beſchuldigen, daß durch ſie ein Volkvon dem erstiegenen Gipfel der Macht und Größewieder herabsinken, die es auf solche Weise we-der zu erhalten, noch zu vermehren, noch zube