Druckschrift 
3 (1800)
Seite
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113des mächtigen Roms? Als Wissenschaften undKünste allenthalben unter diesem Volke verbrei-tet waren, als die Weltweisheit den höchstenGrad des Scharfsinns und einen allgemeinenEinfluß, sogar auf die Bestimmung der Staats-verfassungen erlangte, als fast jedermann aufge-klärt und frey dachte und handelte, und auchunter andern Aufklärung und Freyheit zu ver-breiten suchte. Da sank die Religion der Väter,und mit ihr das Ansehen und die Ehrfurcht derObrigkeit und der Geſetze in den Staub; dazeigten sich allenthalben Staatsklügeler und Em-pörer, welche keine Art der Verfassung aufkom-men und fest werden liessen; welche sich in demvermessensten Wahne über Staatsverfassung undGeſetze erhoben, ihre Meinungen und Einfällean die Stelle derselben setzten, und durch un-aufhörliche unter dem Volke gestiftete Verwir-rungen und Partheyen, den Staat erst erniedrigten und schwächten, und ihn dann zu einemleichten Raube für fremde, aber noch nicht ge-bildete Völker machten. — Und mußte nicht dieBesiegerinn Griechenlands und so vieler anderngroßen und blühenden Völker, mußte nicht dasmächtige Rom, am Ende, durch die nehmlichenUrsachen, das nehmliche Schicksal erfahrenWurde nicht auch ſeine Kraft gelähmt und ge-brochen, sobald sich Aufklärung und Freyheit,und Bildung und Verfeinerung unter seinemBür⸗