Druckschrift 
3 (1800)
Seite
109
Einzelbild herunterladen
 

109den Menschen selbst verschlimmern, oder dasUnglück, und den Untergang der menschlichenGesellschaft bewürken? Wie uns je überredenlassen, daß diese reinen und reichen Quellen derhäuslichen und öffentlichen Wohlfarth, zugleichdas besondere und allgemeine Verderben erzeu-gen? Muß nicht die nachdenkende Vernunftbey ſolchen Beſchuldigungen des Apoſtels Frageaufwerfen: Wie? quillt es denn aus einerQuelle bitter und süße? Erzeugt und verbrei-tet, die nehmliche Sache zur nehmlichen Zeit-Zufriedenheit und Unglück, Wohlfarth und Ver-derben? Sollen wir es von dem, über seineBestimmung und Würde, über seine Verbindun-gen und Verhältnisse, über seine und die ge-meinschaftliche Glückseligkeit, über seine Rech-te und Pflichten, am besten unterrichteten,von den edelsten Grundsätzen und Gesinnungenbelebten und durchdrungenen Menschen, mehrals von dem rohen oder unwissenden erwarten,daß er seine Bestimmung und seine Würde, sei-ne eigene und ſeiner Brüder Wohlfarth, ſeineRechte und seine Pflichten, durch Ausschweifungund Zügellosigkeit, erniedrige, zerstöre, vernich-te? daß er der erste seyn werde, das mühsamaufgeführte Gebäude menschlicher Ruhe und Glück-seligkeit, durch Widersetzlichkeit, durch Aufruhrund Empörung zu stürtzen? Eben so leicht wirdman uns zu überreden vermögen, daß aus einerQuelle