108ten nach vernünftigen Grundsätzen handelt; daßman nur von ihm die gründliche Beurtheilungder Mittel zur Beförderung und Vermehrungder beſonderen und öffentlichen Wohlfarth, ſowie den weisen Gebrauch derselben erwarten darf.Und wie könnten sie den Werth, die Vorzügeder Freyheit verkennen? Ist ſie dann nicht desHimmels und der Wahrheit ehrwürdige, dieMenſchheit beglückende Tochter? Iſt es nicht inihrem Reiche, unter ihrer Herrschaft allein, woder Menſch ſeine Würde behauptet, ſeine Be-stimmung erreicht, seine edelsten Vorzüge undKräfte, froh und dankbar benutzt? Ist es nichtin ihrem Reiche, unter ihrer Herrschaft allein,wo weise und gerechte Gesetze gebieten, wo gute,tugendhafte Bürger denselben willig und stand-haft gehorchen, wo Gemeinsinn und Vaterlands-liebe und öffentliche Treue, alle untereinanderauf das engſte verbinden, und in gleichem Maaßedas Glück des einzelnen Menſchen, und derganzen Gesellschaft vermehren? Wo ist der Un-ſinnige, der jemahls die Sclaverey der Freyheitvorziehen wird, der die Schande und das Elendvon jener, oder den Ruhm und das Glück vondieser verkennt?Wie könnten wir denn glauben, daß Aufklä-rung und Freyheit, daß die Bildung und Vere-delung des menschlichen Geistes und Herzens,den
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3 (1800)
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108
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