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3 (1800)
Seite
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82stands? Wird nicht zur redlichen Verwaltungder Geschäfte, zur treuen, gewissenhaften Er-füllung der Pflicht, Kraft und Stärke, werdennicht oft Muth und Standhaftigkeit dazu erfor-dert? Und vertragen sich jener Fleiß, jene Ar-beitsamkeit und Berufstreue wohl, mit der Träg-heit und Weichlichkeit, welche Schwelgerey undUeppigkeit einflößen? Sind diese es, oder istes die Einfalt und Würde der Sitten, welchezu jenem Muthe, zu jener Beharrlichkeit aufdem Wege der Pflicht und der Tugend erheben;welche Männer und Helden bilden, in Gefahrund in Noth? Wird der durch Fleiß undArbeit errungene Antheil an Glück und an Wohl-stand wohl durch etwas anders, als durch Mäßi-gung im Genusse erhalten? Durch etwas an-ders als durch bescheidene Mäßigung vermehrtund erhöhet? Sind es nicht Ausgelassenheitund Verschwendung, welche, wie langsam ver-heerende Seuchen, erst den einzelnen Bürger,dann ganze Familien, endlich ganze Völker undStaaten in Elend und Untergang flürtzen?Wird irgend eine größere oder kleinere Gesell-schaft von Menschen, irgend ein Volk, zufrie-den und froh das Leben genießen, und seinGlück und ſeinen Wohlſtand vermehren, wennnicht Redlichkeit und Gerechtigkeit, wenn nichtöffentliche Treue unter ihm herrschen? Wennnicht ebensowohl den geheimen als den offenba-ren