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3 (1800)
Seite
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81genstande verweilen? Besteht denn nicht dasGlück eines Staates, in dem Glücke seiner ein-zelnen Bürger? Die Gesundheit und Stärkedes Leibes, in der Gesundheit und Stärke jedesbeſonderen Gliedes? Muß nicht alles was dasWohl von diesen befördert, auch die Wohlfarthvon jenen erhöhen? Und alles was diese zerstö-ret, am Ende auch jene zerstören? Und kannder einzelne Mensch je glücklich seyn oder wer-den, ohne Sinn und Gefähl für alles Wahre,Gute und Schöne? Muß ihn nicht dieser edleSinn, dieſes für Wahrheit und Güte ſtets offe-ne Gefühl, mit Freude über jede Art der Wahr-heit, der Güte und Schönheit, mit Lust undKraft zur Ausübung und Vollbringung, desWahren und Guten durchdringen? Und wirder noch Luſt an allem Guten, Kraft zu allemGuten behalten, werden die weisesten Staats-verfassungen, die wohlthätigsten Gesetze, ihn mitjener und dieser erfüllen, wenn einmahl Ueppig-keit und Wohllust jenen edlen Sinn, jenes zar-te Gefühl in ihm erstikt, und ihn unter sichselbst herabgewürdigt haben? Kann er glück-lich seyn, oder je glücklich werden, ohne eineredliche, würdige Anstrengung seiner Fähigkei-ten und Kräfte, ohne Arbeitsamkeit und Fleißin seinen Geschäfften, in seinem Berufe? Sindnicht Fleiß und Thätigkeit die unerschöpflichenQuellen des häuslichen und öffentlichen Wohl-ſtands?