Druckschrift 
3 (1800)
Seite
79
Einzelbild herunterladen
 

79und unserer Freude war? Und wanken sie dennochnicht fast allenthalben am Ende desselben, jene Stü-tzen des öffentlichen Glücks, der Ruhe und Wohl-farth der Völker? Wird nicht auch unter uns einBand nach dem andern aufgelößt und zerrissen,welches uns den Besitz und Genuß unserer un-schätzbarsten Güter versichert? — Und sind es nichtdieselben Laster, die unter jenen alten Völkernherrschten, welche auch das Glück und die Wohl-farth unserer Staaten zerstören, auch uns mitVerwirkung und Auflößung, mit Vernichtung undUntergang drohen? Ist es nicht dieselbe Philoso-phie, die Lehre des Unglaubens und der Sitten-losigkeit, die unter jenen alle besseren Grundsätzeerstickte, welche sich auch unter uns immer weiterverbreitet, immer mehrere in das Verderben ver-wikkelt, und jede Rückkehr zur Wahrheit, zurTugend und dauerhaften Wohlfarth immer un-möglicher macht? Oeffnen sich nicht jezt schon al-lenthalben, dem nachdenkenden, das jetzige Zeit-alter mit so vielen vorigen, vergleichenden Men-schenfreunden, die traurigsten, schwarzesten Aus-sichten auf Barbarey und Rohheit, auf Auflößungund Verwirrung, auf den Untergang vieler, jeztzwar noch blühender, aber bereits auch von je-nem gefährlichen, langsam tödtenden Gifte er-griffener Völker?Lasset