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3 (1800)
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57als von Selbstliebe und Eigendünkel aufgebla-sen, zum voraus anzukündigen und darzustellenscheint.Demohngeachtet halte ich es nicht nur fürnicht überflüßig, ſondern für höchſtnöthig undnützlich jene Frage am Ende dieses merkwürdi-gen Jahrhunders noch einmahl aufzuwerfen. Dieallenthalben wankenden Stützen der öffentlichenRuhe und Wohlfarth, zeugen nur zu deutlichvon begangenen Fehltritten in dieser Rücksicht.Die großen und edlen Bemühungen vieler wei-sen und edlen Menschen zum Besten ihres Ge-schlechts, können dabey auf keine Weise ver-kennt werden, oder etwas von ihrem wahrenWerthe verlieren. Sie ſind und bleiben jedemMenschenfreunde verehrungswürdig, der Ruhmund die Zierde unserer Zeit. Vielleicht hat manjedoch oft über dem Gebrauche vieler künstlichenMittel zur Erreichung eines edlen Zwecks, soviele einfache und natürliche, oder auch nur eineinfaches und natürliches übersehen, oder hintan-gesetzt, oder gänzlich vergessen. Vielleicht mach-te dieses Uebersehen, oder diese Hintansetzung,oder diese Vergessenheit die Anwendung aller an-deren Mittel weniger sicher und kräftig. Viel-leicht befanden sich die weisesten Staatsmännermit den gelehrtesten Aerzten in einem und dem-selben Falle. Die Kunst, die Kunst selbst ist es,die