46brechen aller Art befleckte, von der Religion undSittlichkeit verlassene Erde, aufs neue ein Wohn-platz des rohen, ungebändigten e=sters, der Trost-losigkeit und des Elendes seyn!Und was kann ihn bei diesen traurigen Ahn-dungen und Aussichten beruhigen und stärken?Was diesem Freunde Gottes und der Mensch-heit neuen Muth und neue Kraft, zur Erfüllungseiner Pflichten einflößen? Der Gedanke an denEwigen, den Höchstvollkommnen, unter dessenRegierung nichts Gutes verloren geht, und selbstdas Uebel zur Beförderung des Guten gelenktwird. Der Blick auf die späteste, durch dieAusschweifungen und das Unglück der früheren,weiser gewordenen, Nachwelt. Ja das Ueber-maaß, wenn ich so sagen darf, des Unglau-bens, wird selbst seine Herrschaft zerstören, sowie das Uebermaaß des Aberglaubens, dasReich desselben zerstört hat. Dann, wenn alleBande zerrissen sind, welche die Geschöpfe mitihrem Schöpfer verbinden; dann, wenn Unglau-be und Laster die menschliche Würde auf dasTiefste erniedrigt, das menschliche Leben geschän-det und vergiftet; die menſchlichen Wohnungenallenthalben mit Elend und Jammer erfüllt ha-ben werden; dann, wenn man sich allenthalbennach Hülfe und Rettung sehnet, und in sich dochkeine findet, nach Trost schmachtet, und dochnichts,
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3 (1800)
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