23sinken, dann ausarten, und endlich gänzlich ver-schwinden, so wie ich mir denn jezt schon denAnfang zu dieser traurigen Veränderung kaumnoch zu verbergen vermag. Vielleicht wird, wiemir denn auch das immer sichtbarer zu werdenſcheint, die Bildung und Vervollkommnung mei-nes Geschlechts, in dem kommenden Jahrhun-derte, noch mehr als am Ende des gegenwärti-gen, in der Verzärtelung und Verwöhnung desGeistes und Herzens, in der Ueberverfeinerungund Weichlichkeit geſucht, und das ganze künfti-ge Geſchlecht dadurch, im Inneren und Aeußereneinem Menschen nicht unähnlich werden, welchemman gesunde und kräftige, aber einfache und na-türliche Nahrung entzieht, und ihn statt dersel-ben mit künstlichen und ausgesuchten Leckerbissenversorgt. Vielleicht wird es ihm ebendadurchebensosehr an der Lust, als an dem Ernste undder Kraft gebrechen, womit einst seine Väter dieverborgensten Schätze der Wahrheit und höherenWeisheit entdeckten, und, wodurch sie groß undedel wurden und waren zu Haus und im Kriege.Vielleicht wird es mißtrauischen Tyrannen in ih-ren rastlosen Bemühungen endlich gelingen, dieFackel eines wohlthätigen, und nur ihnen unbe-haglichen Lichtes, auszulöſchen oder zu verdun-keln, und einen großen, wo nicht den größtenTheil meiner unglücklichen Brüder in Rohheitund Barbarey zu versenken. Oder, was wohlnoch
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3 (1800)
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