noch trauriger noch unglücklicher für sie seynwürde, vielleicht werden ebenso unwissende alsunsittliche und lasterhafte Verführer des Volkesdie allenthalben glimmenden Funken des Auf-ruhrs und der Empörung noch stärker anfachenund entflammen, werden die noch beklagenswürdi-gere Nachwelt alle Stürme einer Revolution, derAnarchie und Zügellosigkeit durchlaufen laßen,und sie dann, wenn alles Gefühl von Sittlichkeitund Ehre gemordet, wenn das Maaß des Jam-mers und Elendes voll ist, dem grausamen, un-erträglichen Joche eines oder mehrerer Tyrannenunterwerfen. Vielleicht wird mit der gemißhan-delten, verachteten, herabgewürdigten Religion,auch jene andere Tochter des Himmels, die Frey-heit, von der Erde entfliehen, und die dunkele,traurige Nacht des Fanatismus und der Barba-rey, aufs neue dieselbe, wenigstens eine Zeit-lang bedecken. Der Saame zu allen diesen trau-rigen Veränderungen ist gestreut, in dem reich-sten Maaße gestreut. Es ist der Saame des Un-glaubens, der Unsittlichkeit, der Sittenlosigkeitund des Lasters. Wie könnte ich mir schmeicheln,daß seine verderblichen Früchte jezt ausbleibenwürden, da sie noch nie unter ähnlichen Umstän-den ausgeblieben sind? Und wie könnte ich,schon von seinem Aufkeimen versichert, ohneWehmuth und Traurigkeit auf das künftige Ge-schlecht hinblicken.Aber
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3 (1800)
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