21Wahrlich, ein Anblick, der nicht nur das Herzeines menschlichen Weisen mit Wehmuth undKummer erfüllt, sondern selbst höhere Geister mitdem tiefsten Schmerze zu durchdringen vermag.Traurig und kummervoll wirft er bei demselbeneinen Blick auf die spätere Zukunft. Vielleicht,denkt er bei sich selbst, ist es auch jezt wieder andem, was so oft schon auf Erden der Fall war,daß auf ein sehr erleuchtetes, durch Wissenschaf-ten und Künste, durch menschliche Bildung undVollkommenheit ausgezeichnetes Jahrhundert, einweniger erleuchtetes, weniger gläckliches Zeital,ter folgen, daß das bereits aufgegangene undallenthalben verbreitete Licht der Wahrheit undWeisheit, allmählig wieder in Nacht und Bar-barey verschwinden soll. Der Entwunf jener hö-heren, uns unbegreiflichen, und nur in einzelnenSpuren ſichtbaren Regierung der Welt, ſcheintes einmahl nicht mit sich zu bringen, daß Wahr-heit und Weisheit, und menschliche Vollkommen-heit allgemein und anhaltend, in diesem Theileihres unermeßlichen Reiches, herrschen. Sowie in der ganzen übrigen Natur, in immerwäh-rendem Kreislaufe, auf Licht, Dämmerung, undauf Dämmerung Finsterniß, und umgekehrt, fol-gen, so ist es bißher auch in dem Gebiete derZissenschaften und Wahrheit geschehen, undwird, aller Wahrſcheinlichkeit nach, in allenkünftigen Zeitaltern, geschehen. Ich vermag dasfrey-
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3 (1800)
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