Druckschrift 
3 (1800)
Seite
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Haben nicht diese, die Freyheit selbst, unter denHänden ihrer Sclaven, in eine blutdürstige, al-le äußere und innere Wohlfarth des Menschenzerstörende und mordende Furie verwandelt?Haben sie nicht die Hoffnung aller Weisen undGuten grausam vernichtet, und uns, wo mög-lich, mit allen Greuelen, womit sich je Tyran-nen in den Zeiten der Rohheit befleckten, ver-söhnt? Und ist es nicht diese, sich auf den Un-glauben und die Unsittlichkeit stützende Furie, istes nicht die Ausschweifung und Zügellosigkeit,welche allenthalben statt der Freyheit, dieserTochter des Himmels und der Wahrheit, verehrtwird, welcher man, statt dieser Tempel und Al-täre errichtet? Hat jene nicht Bescheidenheitund Sittsamkeit, und Pflicht und Gehorsam ausden Herzen eines großen Theils unserer Jugendvertilgt, und sie dagegen mit wilder Unbändig-keit, mit Blutdurst und Mordlust erfüllt?Welche Hoffnung des feineren, edleren Lebens-genusses, unter den künftigen Geschlechtern,bleibt endlich dem Weisen da übrig, wo sich schondas gegenwärtige Geschlecht allen Thorheiten undAusschweifungen der Weichlichkeit und Ueppig-keit ergiebt, wo jezt schon, in den verderblich-sten, allenthalben verbreiteten Grundsätzen derSaame ausgeſtreut wird, deſſen unglücklicheFrüchte das ſpätere Zeitalter reichlicher noch alsdas unsrige in thierischer Sinnlichkeit, in Ent-nerfung und Lastern einerndten wird?