10das Glück oder Elend der kommenden Geschlech-ter, der spätesten Nachwelt haben werden.Wo ist unter uns der vernünftige nachdenken-de Menſch, der warme, theilnehmende Freundan dem Wohl oder Wehe seines Geschlechtes,der sich bey den auffallenden und äusserst merk-würdigen Erſcheinungen unſeres Zeitalters, nichtoft die Frage in stiller Einsamkeit selbst vorge-legt, oder im traulichen Umgange an andere ge-richtet hätte: Was will das alles werden?Sind es doch großentheils Begebenheiten undErscheinungen, welche in gleichem Maaße denWeisen und den Unweisen, den Regenten undden Unterthan, den Lehrer und den Zuhörer,gleich den Männern unseres Textes, in Erstau-nen und Verwirrung setzen, und zu der wichti-gen und ſorglichen Frage, was will das al-les werden? veranlaßen? Welche Folgen,welche Wirkungen, wird dieſer harte und langeKampf des Lichts mit der Finſterniß, der Wahr-heit mit dem Irrthum, der hellesten, beſeligend-sten Religionskenntniß, mit dem tödtenden Un-glauben, der beglückendsten Freyheit, mit dergrausamsten, alle Wohlfarth mordenden Tyran-ney, des weisen Lebensgenusses, mit der allent-halben alles verheerenden Weichlichkeit und Uep-pigkeit, in dem künftigen Jahrhunderte, unterden späteren Geschlechteren hervorbringen, wel-che Einfluß auf ihre Zufriedenheit, auf ihre Wohl-farth
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3 (1800)
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