Text. Apostelg. II. 12.Sie entsetzten sich aber alle, und wur-den irre, und sprachen einer zudem andern: Was will das wer-den?Die Frage, deren hier gedacht wird, wurdedurch eine äusserst merkwürdige Begebenheit ver-anlaßt. Sie ist unstreitig jedem vernünftigen,nachdenkenden Menschen, bey großen und ausser-ordentlichen Erſcheinungen, ſehr natürlich. DieNatur unſeres Geiſtes bringt es mit ſich, daßer dann, wenn seine Aufmerksamkeit auf eineungewöhnliche Weise gereitzt wird, die Folgenund Wirkungen großer und ausserordentlichenBegebenheiten und Erscheinungen, schon im Vor-aus zu ahnden, zu entdecken, und gleichsam zuberechnen sucht. Ob dieses Bestreben desselbengleich zu mancherley Ausschweifungen und Thor-heiten einer erhitzten, die Herrschaft der Ver-nunft verachtenden Einbildungskraft Gelegenheitgegeben hat, und noch giebt, so bleibt es nichtsdestoweniger dennoch eben so natürlich als heil-sam, wenn es den Gesetzen derselben unterwor-fen ist, wenn man es, durch vernünftiges Nach-denken, und durch die Erfahrung selbst, so vielmöglich, vorauszusehen und zu erforschen strebt,welchen Einfluß, große und merkwürdige Bege-benheiten der gegenwärtigen Zeit, auch noch aufdas
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3 (1800)
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