11farth, auf ihre höhere Bildung und Vollkom-menheit haben? Wird das Licht über die Fin-sterniß, die Wahrheit über den Irrthum, dieReligion über den Unglauben, die Freyheit überdie Tyranney, die Weisheit über die Thorheit,oder werden diese über jene triumphiren undherrschen? Werden die Tage der Zukunft hei-ter oder trübe, hell oder dunkel seyn? Werdenunsere Nachkommen uns an Bildung und Voll-kommenheit, oder an Rohheit und Barbarey,an Wohlfarth und Glück, oder an Elend undJammer, an Tugend und Frömmigkeit, oder anAusschweifung und Laster übertreffen? Werdenfreyere Menschen oder Sclaven, Weise oderThoren den Erdboden bewohnen, durch ihre Ge-sinnungen und ihr Verhalten die Würde derMenschheit behaupten, oder erniedrigen undschänden? Was läßt uns in allen diesen Rück-sichten, die Gegenwart von der Zukunft, dasgegenwärtige, von dem künftigen Jahrhunderte,die Geschichte vergangener Zeitalter von denerst noch kommenden, wo nicht mit Gewißheit,doch mit Wahrscheinlichkeit, ahnden, hoffen,erwarten?Das sind in der That eben so wichtige als an-ziehende, die Aufmerkſamkeit und das Nachden-ken reizende Fragen. Es ſind Fragen, die wiruns alle, bey den so häufigen Veranlaßungendazu, schon oft vorgelegt, und oft mit lebhafterTheil⸗
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3 (1800)
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