Druckschrift 
3 (1800)
Seite
XII
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XIIim Guten standhaft=unerschütterliche Mann nichtsgemein. Auch ihrem Anblicke, ihrem Andringen,ihren gefahrvollen Absichten und Unternehmun-gen muß er Trotz bieten, wenn er sich selbst gleich,wenn er gerecht und gut und edel und groß blei-ben will. Und jemehr sie, aus leicht begreiflichenGründen, Popularität vor sich haben, je zahl-reicher ihre Menge, je lauter und betäubenderder Beyfall ist, den man ihren strafbaren Ent-würfen zujauchzt, desto ehrwürdiger und rühm-licher wird sein Widerstand und sein Trotz, destogerechter, besser, edler und größer er selbst. Dennhier hat er es nicht mit einem, sondern mit tau-fend wüthenden Tyrannen zu thun, deren Tyran-ney gerade darum die unerträglichste ist. Dies,vornehmlich in Beziehung auf unsere gegenwär-tige Lage zu zeigen, schien dem Verfasser ebenſo nöthig als pflichtmäßig zu ſeyn.Um jedem möglichen Mißverständnisse, beson-ders in Ansehung der zwölften Rede vorzubeu-gen, erklärt der Verfasser, daß er weder den ei-gnen noch den relativen Werth der Vernunftre-ligion, noch das Richteramt der Vernunft inSachen der Religion, noch auch insbesondere dasihr zukommende Geschäfte, die Kriterien einerOffenbarung zu bestimmen, im geringsten ver-kennt. Seine Schlüsse sind nur gegen diejeni-gen