Staats=Revolutionen.80patoren am Volk haben den National=Wohlstanduntergraben, sich Monopole zugeeignet, den Preis derLebensmittel um mehr als die Hälfte erhöhet. Sie be-stimmten den Preis des Getraides, Getränkes, des Vie-hes und aller Viktualien, da sie beynahe die einzigenGüterbesitzer waren! — Holzarten und Früchte wurdendurch ihre Wildbahnen vernichtet!! Mit dem Getraideder Bauern fütterten sie ihr Gewild *). Und die Frohn-dienste — ach man lese die Schilderung von Preus-sen, Bayern, Pfalz, Zweybrücken, Wirtem-berg . . . . wie schaudert die Menschheit vor dieserSklaverey! Das Eigenthum haben viele sogar bis aufden Lebenshauch des Menschen vernichtet! — Sie wuß-ten Freystiftsgüter, Observanzen gegen alleursprünglichen Rechte gültig zu machen; sogar ihre Schrei-ber und Schergen haben sich selbst Sporteln zugeeignet,die weit über alle Beutelschneiderèy der ausgelerntestenSchalksnarren gehen.Wo, in ältern Zeiten, gab es eine solche Menge klei-ner Tyrannen? Wo war in ältern Zeiten bey den Deut-schen die Leibeigenschaft, die Monopole, das Vorkaufs-recht, die Frohne? Wo herrschte eine solche verwirrteRechtspflege? Die alte deutsche Gerichtsverfassung war,nach dem Zeugniß aller braven Historiker, so einfach,so klar, so lauter! Man drang uns erst das alt-römischeRecht) Besonders in unsern Zeiten verdient dies noch Beherzigung,da manchem Bauer nach entrichteten Abgaben kaum so vielübrig bleibt, als zu seiner und der Seinigen Erhaltungnöthig ist. Weg also mit diesen neuen Nimroden, die fürdas Wild mehr Achtung als für Menschen haben! Sie ver-dienen in die Wüsteneyen von Afrika deportirt zu werden!-S. Gesch. der Frohne in Bayern. S. 145.
Druckschrift
Das Wetterleuchten über Europa am Ende des Jahrhunderts gesehen im Jahre 1788 :
(aus den Papieren eines verstorbenen Geistersehers)
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