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Das Wetterleuchten über Europa am Ende des Jahrhunderts gesehen im Jahre 1788 :
(aus den Papieren eines verstorbenen Geistersehers)
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Staats=Revolutionen.Fürsten ihre Knechte wurden, denn in Zeiten der Nothmußten sie bey ihnen um Beysteuer und Hülfe betteln.Frohndienste, Zinsgüter wußten sie schändlichauf den arbeitsamen Mann zu werfen. Sie hoben dieHarmonie auf, die ehemals zwischen Landesvätern gegenihre Unterthanen waltete. Da der Adel und die Geist-lichkeit beynahe alle Staatsgefälle und Revenuen derFürsten sich anzumassen gewußt haben, so langten dieordentlichen Abgaben des Volks nicht mehr hin, undman mußte zu ausserordentlichen Auflagen seineZuflucht nehmen. — Diese Zwischen=Tyrannensind an der Zerrüttung des Staats und des Bürger-und Bauernstandes schuld! — Der weltlicheund geistliche Adel haben den Schweis der Nationverzehrt! Sie allein, sonst kein Mensch, sollen auf denfrohen Genuß des Lebens Anspruch machen; sogar dieKriegsdienste, die in ältern Zeiten vornemlich auf demAdel beruheten, bürdeten sie späterhin bloß den Bür-gern und Bauern auf. Die privilegirten Unter-drücker wußten von schwachen Fürsten und elendenMaitressen sich alle diese Vortheile zu erschleichen; siereden immer von Recht und Eigenthum, aber sogar altePachtbriefe, Urbarien, wußten viele zu zernichten undneue und verfälschte unterzuschieben *). Diese Usur-1) In Zeiten wo die meisten Leute weder schreiben noch lesenkonnten, war es so leicht, die Urpakten zu verfaͤlschen; sieforderten die ächten Verträge ab, und gaben ganz anderedagegen. Da war es auch so leicht, den Zins zum Gesetz,den Zinsbrief zum Gerechtigkeitsbrief, und sich selbst zumGutsherrn zu machen!Man sehe die Geschichte der Frohne in Bayern, und dieBemerkungen über die Laudemial- und GrundherrlichenRechte in Bayern. 8. 1799.