70 Kirchen= und Religionszustand.gen der Stände, den Protestanten (1788.) einigeRechte erlauben sollten, erschienen sie wieder ganzals Pfaffen; und der wahre Menschenfreund statt zudanken, mußte im glühenden Ernst über das Pfaffen-regiment fluchen! Sie sagten ihnen: „Bey euchkann man tausendmal leichter ein Hurenhaus, einSpielhaus, ein Saufhaus errichten, als ein Bet-haus. — Kein kleiner Beweis, daß der Teufel ſeinSpiel mit euch treibt!„— (Die Folgen der Re-volution haben gezeigt, daß die Rache Gottes zehn-fältig auf die katholischen Geistlichen fiel; den Pro-testanten wurden ihre Bethäuser in Frankreich geöf-net, hingegen den Katholiken ihre geschlossen, oderin Ställe oder Heuschober verwandelt; viele Kir-chen wurden als Steingemäuer zum Abtragen ver-kauft; — der Finger des Herrn kann hier nichtmißkannt werden. Und, gerade sind es auch 100Jahre, daß sie die Protestanten zur schrecklichstenEmigration nöthigten. Wie doch alles bey dieserRevolution so bedeutend ist!)Als Warnstimme, wie auf die französischeGeistlichkeit ein gerechter Eifer fiel, wollen wir hiergenau ihre Schritte beym Ausbruch der Revolu-tion anzeigen; Das Ministerium wollte die Tole-ranz begünstigen, wenigstens den Inden und Aka-tholischen einen Freybrief ertheilen, daß sie umeine Sprosse über den Ourang=Outang auf der
Druckschrift
Das Wetterleuchten über Europa am Ende des Jahrhunderts gesehen im Jahre 1788 :
(aus den Papieren eines verstorbenen Geistersehers)
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