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Das Wetterleuchten über Europa am Ende des Jahrhunderts gesehen im Jahre 1788 :
(aus den Papieren eines verstorbenen Geistersehers)
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Kirchen= und Religionszustand.für Gott gedankt sey, denn es ist das Beste vondem Lauf der Zeit!) daß ſie nur noch wie dasZucken eines sterbenden Lichts erscheint. Die Zeithat diese gewaltsame Revolution der Kirche herbey-gefuͤhrt, und Frankreichs Erſchuͤtterung hat den Fallum wenigstens ein Jahrhundert beschleunigt.Die gallikanische Kirche (die französische) hatsich den Anmassungen des römischen Hofes am er-sten entgegengesetzt; und seit der Zeit fieng manüberall an die Verfechter der päbstlichen Hoheitauszupfeifen. Wäre Frankreich und Joseph IInicht ins Mittel getreten, und wäre die militärischeMacht nicht zu fürchten gewesen, die pfiffigen Je-suiten würden noch lange sich über die Dummheitdes katholiſchen Poͤbels luſtig gemacht haben. PaterBellarmin sagte.Das deutsche katholischeVolk iſt ein gedultiges Schäflein, das dem Pfiſſdes Hirten folgt, es geht in Stall, zur Schuroder zur Schlachtbank *).Aber als die französischen Bischöffe auf Andrin-*) Warum das Elend in den katholischen Landen viel grösserist, als bey den Protestanten; kommt vom Müßiggang. DieKlosterbrüder und Klostersöhne, die alle Nichts thun, unddas Fett des Landes verzehren, geben Beyspiele, die an-stecken. Auch sind bey Faullenzern, die Diebe und Be-trüger häufiger! Die fetten Klostersuppen und sogenanntenmilden Stiftungen zielen alle darauf hin, eineMenge schädlicher Insekten zu ziehen, die am Staatskörperwie Ungeziefer nagen.E 3