Die Mächte von Europa.gen Frankreich, mit Engelland, Spanien, Dä-nemark, Schweden, — dieser grosse Bund, der einAergerniß für den Freund der Freyheit, und eineThorheit für die Kenner des europäischen Staats-systems ist, zeigt uns die wetterwendische Laune derKabinette, die in Freunde verwandeln, was kaumnoch erst eingefleischte hundertjährige Feinde waren.Das sonst so feste politische System von Eu-ropa scheint seit diesem grossen östreichisch=rußischenBunde, oder vielmehr nach Friedrichs des Einzigen,(Königs von Preussen) Tode aus seinen Fugengerissen zu seyn; nie sind die politischen Widersprü-che in diesem ganzen Jahrhundert häufiger gewe-sen als jetzt; dazu kommt Rußlands Ehrgeitz*),das seine Herrschaft und Uebergewicht auf alleWelt erstrecken möchte. Gott siehet das — under bewafnet im Stillen eine Macht zur Hülfe derSchwachen! — Und so wie er die Schwachenstützt, geisselt er die Herrschsüchtigen. Würdendie gewaltigen nordischen Himmelsstürmer vor-schreiten, könnten sie erst den türkischen Mondvom Himmel reissen, — so würden sie sich umkeh-ren — und — dann Genade der Himmel uns! Mitsolchen gigantesken Planen scheinen die Weltbe-zwinger schwanger zu gehen — aber — sie werdendie Donnersprache hören: Die Völker erwachen!*) Sie sagen: Nichts uͤber uns — alles unter unsA 4
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Das Wetterleuchten über Europa am Ende des Jahrhunderts gesehen im Jahre 1788 :
(aus den Papieren eines verstorbenen Geistersehers)
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