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Einige Predigten über das Buch Ruth
Entstehung
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274
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55ten, nahm es aber nicht an. Einem so alten Man-ne, wie ich bin, sprach er mit ernsthaftlächelnderMiene, würde das nicht mehr wohl anstehen, wenner mit dem Könige nach Jerusalem reiste, um dagute Tage zu haben. Ich bin jetzt achtzig Jahre alt:wie sollte ich noch geschickt seyn, an den Lustbarkei-ten des Hofes Theil zu nehmen? Ich alter Mannkönnte ja die wohlschmeckenden Speisen und Geträn-ke nicht mehr kosten; könnte ja die Musik der Sän-ger und Sängerinnen am Hofe nicht recht mehr em-pfinden! Warum sollte ich denn, ich alter abgeleb-ter Mann, meinem Herrn dem Könige beschwerlichfallen? Nur eins sey mir noch vergönnt: den Kö-nig noch ein wenig weiter bis über den Jordan zubegleiten. Was mein König an mir thun will, daswäre auch zuviel für meine geringen Dienste, die ichdir bewiesen. Dein Knecht will umkehren; bald wer-de ich mich in meiner Heimath im Grabe meinesVaters und meiner Mutter zur Ruhe legen. DemKönige gefiel diese Antwort; sie schien ihm eines ver-nünftigen und frommen Greises würdig zu seyn. Eumarmte ihn, ſegnete ihn und Barſillai kehrte ohnedie Freuden des Hofes mit heiterm Herzen nach Gi-lead zurück. Diese Geschichte steht geschrieben im19ten Capitel des 2ten Buchs Samuels, vom 31stenbis zum 3gsten Verse.