5•0findet auf dem Wege durchs Leben mannichfaltigenFreudengenuß. Er findet die Menſchen und ſeinSchicksal leicht zu ertragen. Er ist andern ange-nehm und verbreitet Freude um sich her. Und diesist grade diejenige Stimmung, welche die Uebungeiner jeglichen Tugend am meisten begünstigt. Werden Kampf gegen Thorheit und Sünde zu kämpfenhat, der hat den Sieg schon halb davon getragen,sobald er Heiterkeit des Geistes gewonnen. Demheitern Menſchen wird es leicht, ſeine Neigungen zubemerken; sich selbst zu bewachen; er hat Geistes-gegenwart genug, sich selbst in seinen Herzenstiefenzu erhaschen und durch Gottes inwohnenden Geistauch Kraft genug, über sein sinnliches Herz Herrzu werden. Wie glücklich wäre der, der den hei-tern Sinn, den Sirach, wie es scheint, erst inseinem höhern Alter hatte, schon in den frühenJahren seines Lebens besäße! Wie viel und wieglücklich würde der wirken, wie viel und wie innigwürde der sich freuen, wie duldsam und erhabenwürde der im Drange der Menschen und unter demDruck der Trübsale werden, wie viel Segen undFreude würde der um sich her verbreiten, wie vielBöses würde der bezwingen und wie viel Gutes da-gegen üben können, der von den frühern Jahrenseines Lebens an in dieser günstigen heitern Ge-müthsstimmung wäre! Aber wenn man mit solchen
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