207✋ ☽Diener zur Arbeitsamkeit und Menschenfreundlichkeitanführen, und ein ehrlicher GerechtigkeitliebenderMann seyn. Naemi will nur ein ruhiges stilles Le-ben führen in Gottseligkeit und Ehrbarkeit, ihr läg-liches Brodt. mit stillem Vertrauen auf Gott in ein-samer Kammer essen und mit getrostem Sinne aufs,Grab und die bessere Welt angehen. Ruth will nurihrer verlassenen Mutter Stütze und Trost im Alterseyn, diese nähren und pflegen, ihr die Tage ihresWittwenstandes versüßen und durch Unschuld undTreue ihre Freude und Wonne werden. Das iſt ihrWollen und darauf geht alles ihr Vollbringen. Eskann ihnen und muß ihnen mit ihrem Vollbringen,wie mit ihrem Wollen gelingen und darum ist ihrhäusliches Glück ohne Glanz und Pracht, ohne Ge-walt und Herrlichkeit sicher und fest begründet. Las-set uns doch thun, wie sie!Höret, Geliebte! Wenn wir in unserm häusli-chen Leben einmal alle unnöthige und vergebliche Un-ruhe und Sorge beseitigten; ein Ziel uns vorsetzten,wovon wir wüßten, daß wir es erreichen könntenund erreichen würden; dann aber unermüdet undstandhaft auf dasselbe hinwirkten, und nie müde wür-den, das, was wir wollen, zu Stande zu brin-gen: thäten wir dann nicht wohl und weislich?Fraget nicht, welches dies Ziel sey, worauf unserWollen und Vollbringen gehen solle: es liegt vor
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten