19655„Deine Fügungen sind weiſe: Was Du thuſt, das„ist wohlgethan. Bedächten wir nur immer, was„zu unserm Frieden dient und sorgten wir doch nur„selbst so treu und weise für unser Glück, wie Du„es thust, erhabner Regierer unsers Schicksals.„Aber wir bitten und empfangen nicht, darum weil„wir übel bitten; wir suchen und finden nicht, da„rum weil wir unrecht suchen; mit unruhigem Her-„zen haschen wir nach Ruhe, mit zerstreuter Seele„trachten wir nach Einigkeit des Geistes, mit ge-„ theilten Kräften wollen wir ein Werk wirken, das„wir nur mit vereinigten Kräften wirken können:„ wie könnte uns Ruhe, wie könnte uns Friede wer-„ den! — Herr, erleuchte uns; daß wir einsehen„ mögen, wie weise du uns führest! Herr, stehe„uns bey, daß wir mit Weisheit wandeln Deine„weisen Wege! Amen..In vieler Menschen Leben giebt es keine glückli-chern froheren Tage, als die Tage, da sie in denStand des häuslichen Lebens treten wollen. Wirselbst dürfen nur zurückdenken an die vorigen Jahre,an die vergangene Zeit: wie froh sahen wir gradein diesem Zeitpuncte ins Leben hinein; mit welchenangenehmen Erwartungen giengen wir der Zukunftentgegen; wie erschallten uns aus der Welt und..
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