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Einige Predigten über das Buch Ruth
Entstehung
Seite
188
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188Shievon zeugt wieder die Geſchichte der Naemi: wirſehen, daß auch die tröſtlichen Erquickunggen, die ihr in den Tagen der Leidenden, dazu beytra-von Gott zu Theil wugen, sie ruhig und stark in der Erduldung desselbenzu machen..Bey allen ihren Leiden erfuhr sie nemlich dochimmer noch Gottes Trost und Beystand; wie vielsie auch verlohr und entbehren mußte, immer wen-dete ihr Gott doch noch irgend ein Glück zu, woransie ihr Herz erheitern und womit sie sich beruhigenund ermuntern konnte. In der Zeit des Kriegs undder Theurung mußte sie Mangel= und Noth ertragen;aber sie hatte zum Troste doch noch einen Gattenund zwey Söhne, die ihr Schicksal liebreich theiltenund ihr mit Rath und Hülfe zur Seite giengen.Sie mußte des Mangels wegen ihr Vaterland ver-lassen: aber sie hatte den Trost, daß sie zu demfremden Volke nicht ganz allein zu wandern brauchtte, sie wanderte von den Ihrigen begleitet. Gottnahm ihr den theuren Gatten von der Seite hin-weg und das im fremden Lande; aber nun hätte sieden Trost, ihre beyden Söhne erwachsen zu sehenund bey denen Hülfe und Beystand zu finden. Auchdiese beyden Söhne wurden, als sie eben erst ver-heyrathet waren, ein Raub des Todes: aber der hartgeſchlagenen Mutter gab Gott zum Troſte zwey