1²³⸸„oft gegen einander. Die Liebe sucht nicht das ih-„rige: und wir vergessen es noch so oft, unter„denen, die um uns her sind, Freude zu verbrei-„ten. Die Liebe bedeckt der Sünden Menge: und„wir decken sie noch so oft auf und rücken sie uns„einander vor.„Nein, Herr, so soll es nicht seyn, auch das„ wissen wir. Wenn nicht Liebe in unsern Häusern„ wohnt, dann geſchieht nicht dein Wille, dann„ nennen wir dich Vater und sind nicht deine Kinder!“„Aber in solch einen verkehrten Sinn giebt sich„der Mensch dahin und bedenkt es nicht, wie thö-„richt und wie unkindlich er daran thut. Wir essen„Unser tägliches Brodt, das du uns aus der„Fülle deines väterlichen Segens bescherst, und dan-„ken Dir zu selten mit Liebe. Wir arbeiten mit„ vereinigten Kräften um dies tägliche Brodt und„merken es, daß Du auch durch Sorgen und Ar-„beiten uns zur brüderlichen Liebe gewöhnen willst:„und täglich lassen wir es noch an der Liebe man-„geln, täglich lassen wir uns noch bald Kälte, bald„Bitterkeit zu Schulden kommen.“„Vergieb, o Vater, vergieb uns unsre„Schulden! gieb uns doch immer deutlicher und„ lebendiger zu erkennen, daß ohne Liebe die Freude„aus unsern Familien entweicht, daß ohne Liebe„die Leiden des Lebens zu schmerzlich drücken, daß
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