11554III. Doch es wird, wenn wir unserer täglichenArbeiten froh werden wollen, drittens auch wohldarauf ankommen, daß wir bey der Voll-bringung unsers Werks selbst mit dernöthigen Ueberlegung und Betriebsam-keit verfahren. Hiezu rechne ich erstens: daßwir unſer Berufswerk mit regelmäßigem Fleiße wir-ken, und zweytens: daß wir dabey stets eine ge-naue Ordnung beobachten.Die Erfahrung lehrt, daß alle diejenigen Men-schen, welche bey ihren Berufsarbeiten vorzüglichheiter und vergnügt sind, in der Vollbringung der-selben auch einen regelmäßigen Fleiß beweisen.So sehen wir den frohen Boas überall, wo wir ihnin dieser Geschichte erblicken, in steter angemessenerThätigkeit. So sehen wir die auch in der Armuthheitere Ruth und die auch unter mancherley Misge-schick heitere Naemi in beständiger Beschäftigung.Ja, werfet nur, um dieſes wahr zu finden, einenBlick in die Häuser aller derer, an denen ihr einenbesonders freudigen Sinn bey der Arbeit gewahrwerdet: findet ihr nicht, daß sie sich durch einenregen und regelmäßigen Fleiß auszeichnen? In diesenHäusern gehen nicht so viele Stunden verlohren,werden keine Stunden durch Müßiggang verschwen-det, noch durch Träumereyen verbracht, noch durchTändeleyen verscherzt, noch durch geschäftiges Nichts-H 2
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