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Einige Predigten über das Buch Ruth
Entstehung
Seite
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5nung hängt. Aber nein, so sollet ihr nicht hoffen:mit einer andern Stimmung eures Gemüths solletihr die Bahn des häuslichen Lebens betreten. We-nig sollet ihr vom Schicksal erwarten, nicht vielanderes als göttlichen Beystand; aber desto mehrsollet ihr zu thun euch vornehmen. Ihr sollet esbey Zeiten euch vorstellen, daß das häusliche Lebeneine ernste gesetzte Thätigkeit von uns fordert unddaß es uns die vielfachste Veranlassung giebt, man-cherley Tugenden zu üben. Ihr sollet, wenn ihrin häusliche Verbindungen euch einlassen wollet,nach solchen Menschen, nach solchen Gatten undGattinnen, Hausgenossen und Freunden euch umse-hen, mit denen ihr in Thätigkeit und Tugendliebeam meisten übereinstimmet und von denen ihr eshoffen dürfet, daß sie die Bahn der Tugend undRechtschaffenheit treulich und standhaft mit euch wan-deln werden.Ihr ſollet mit großem edlem Vorſatzein dieses Heiligthum kommen, nemlich mit dem Vor-satze: hier abzulegen allen Leichtsinn, alle Flüchtig-keit, alles unstete Wesen, hier anzuziehen eine ernst-hafte und gesetzte Denkungsart, hier Arbeit und Lastmit williger Begierde zu übernehmen, hier unterSorge und Mühe euch zu bereichern mit nützlichenErfahrungen, hier täglich zuzunehmen an Einsichtund Kraft, hier in einem bestimmten Kreise auf diegewissenhafteste Art thätig zu seyn und nützlich zu