66⸸Ruhe zu finden und neue Kräfte für die Arbeit deskommenden Tages zu schöpfen. Gestärkt und erquicktverlassen sie an jedem Morgen ihr Lager, um ihreGeschäfte wieder mit getrostem und freudigem Sinnzu beginnen. O, Geliebte, was gäbe man nicht umdiese Heiterkeit, um diese Ruhe, um diesen Friedender Naemi an der Seite ihrer liebenden und gelieb-ten Tochter! was gäbe man nicht um diese Freu-de der Ruth, die der armen Mutter die Thränentrocknet, ihr den Wittwenstand und das Alter er-leichtert.! was gäbe man nicht um jene häusli-chen Freuden des Boas und seiner Diener! wervertauschte dagegen nicht gern alle lärmenden Freu-den, alle flüchtigen Zerstreuungen im Gewühle derMenschen ausser dem häuslichen Kreise! Jene toben-den Freuden sind nie, nein, nie rechter Art; siekönnen den Menſchen berauſchen, können ſein Blutin Wallung bringen, können die Sorgen und Küm-mernisse in seinem Herzen auf eine Zeitlang gewalt-sam unterdrücken: aber ihn wahrhaft erheitern,Frohsinn in seinen Geist, Ruhe in sein Gemüth,bleibenden Frieden in seine Seele gießen können sienie; sie befriedigen das Herz nicht und verfliegen wieder Rausch. Nichts von dem wahrhaft heitern, ru-higen und frohen Sinne, der in der Familie desBoas und in der Familie der Naemi einheimiſchist, findet man in den Cirkeln, worin die lärmende
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