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Einige Predigten über das Buch Ruth
Entstehung
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61und Geschäften, hier unter diesen häuslichen Freutden und Leiden, will ich lernen, gut seyn und täg-lich besser werden, Gutes wirken in mir und aussermir; hier, ja hier will ich mit meinem ganzen Hauſedem Herrn dienen!III. Doch, zur Uebung deTugend im häusli-chen Leben dient nicht blos das, daß uns dasselbedie Nothwendigkeit auferlegt, auf eine bestimmteernste Art thätig zu seyn, und daß es uns Veranlassung giebt der Tugenden so viele in ihrer schön-ſten Würde zu üben, ſondern wir finden indemselben zur Uebung der Tugend auchdie köstlichste Ermunterung. Der Lohn desGoldes ist süß für den, der gern in köstliche Lein-wand sich kleidet und alle Tage herrlich und inFreuden lebt; der Lohn der Ehre ist noch süßer fürden, der sein Glück darin sucht, vor der Welt zuglänzen; der Dank der Welt ist ein köstlicher Lohnfür den, der nicht um des Lohns willen gute Tha-ten übt, aber sie doch nicht gern ganz umsonst willgethan haben: aber mag der Held seiner Ehre, derGroße seines Goldes, der Retter des Vaterlandesdes Danks seiner Mitmenschen sich freuen; dennochbehaupte ich, und wer behauptet es nicht mit mir,daß in diesem Allen bey weitem nicht der Reitz, dieErmunterung zum Guten, bey weitem nicht die Er-