26#hält uns ein freundliches und anmüthiges Gemähldevon einer liebenswürdigen Familie vor. Wir erbli-cken darinn Perſonen von der rechtſchaffenſten Den-kungsart, Charaktere voll Unschuld und Wahrheit,eine edle Einfalt der Sitten, die nachahmungswür-digsten Tugenden, die rührendsten häuslichen Auf-tritte. Wer unverdorbnen Herzens ist und für un-geschmückte Schönheit und Würde noch Sinn hat,der liest dieses Büchlein nicht ohne sein Gemüth fürdas Schöne und Gute erwärmt zu fühlen und ohnedem unbekannten Manne zu danken, der diese anmu-thige Familiengeschichte so kunstlos und rührend ge-ſchrieben hat.Aber, werfet einmal einen Blick in das Zeit-alter, worin die Geschichte dieses Buchsfällt. Welch ein Abstand! Es ist das Zeitalterder israelitischen Helden, (Richter,) ein Zeitaltergroßer Rohheit und Zügellosigkeit. Religion, Sit-ten und Staat sehen wir da in tiefem Verfall.Moſes, der große Heerführer, war geſtorben, ohneſein Volk ins Land Canaan geführt und an Geſetzund Ordnung gewöhnt zu haben. Josua sein Nach-folger war ihm bereits gefolgt und hatte es nichtvermocht, das Volk zum ungeſtörten Beſitze desLandes und zu einer regelmäßigen festen Verfassungzu bringen. Das eingebildete Volk! Israel lebte undwebte in großer Verwirrung. Eine an Geist und
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