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Mahlerische Ansichten des Rheins von Mainz bis Düsseldorf : mit 3 Kupfern u. 1 Karte
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arbeitsamer war wolil nie ein Künstler. Man giebtdie Anzahl seiner Gemähkle auf zweitausend an, unddarunter sind mehrere Werke, deren eines manchengeübten Mahler jahrelang beschäftigt hätte.

Das gröfste seiner hiesigen Bilder ist das jüngsteGericht von ohngefähr ig Fufs Höhe und 14 FnfsBreite, ein kühnes lyrisch episches Gedicht, wodas Schicksal des Menschengeschlechts abgewogenwird. Der ewige Vater, welcher aus den Wolkenseine Blilze schleudert, erinnert freilich, an den Be-sieger der Titanen , und besser hätte wohl der Künst-ler gethan, die Gottheit mit ernster Buhe das Loosder Sterblichen entscheiden zu lassen. Seinen Die-nern , den Engeln, kommt es zu, die Verworfenenhinab zu schleudern in den Abgrund , und die Ge-rechten hinauf zu führen in die Wohnung des Frie-dens. Das Ganze macht inzwischen immer einegrofse Wirkung, es ist ein unendliches Leben indiesen verschiedenen Gruppen, der Reichthum störtnicht, das Interesse fällt nirgends auf das Einzelne,alles ist der Idee untergeordnet, und dabei ist dieZeichnung meisterhaft, und Kolorit und Beleuchtungsind überall zur Bedeutung angewandt.

Der sterbende Seneca ist würdig gedacht undausgeführt. Es ist der Tod eines Weisen, der seineRechnung mit dem Leben jeden Augenblick ab-