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Mahlerische Ansichten des Rheins von Mainz bis Düsseldorf : mit 3 Kupfern u. 1 Karte
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einzige Gewandtheit in allen Thellen der Praktikmachte es ihm leicht, den unerschöpflichen Reich-thum seiner Ideen in einer Mannichfaltigkeit derFormen darzustellen, die Bewunderung erregt. InRaphaels Gestalten ist die Fülle des himmlischenLebens, in denen von Rubens die Fülle desirdischen. Er wählte seine Momente nicht nach denhöhern Bedingungen der Kunst, sondern nach derSchwierigkeit der Ausführung. Aufgaben, welcheandre in Verzweiflung gesetzt hätten, löfste er spie-lend. Seine Kompositionen zeigen oft den ächten,epischen Dichter, der sich nur in dem Unendlichengefällt, und wenn ihn in seinen Formen die NaturGenüge that, da, wo sie sich über das Charakter-lose erhebt, so erhob er sich über sie in Hinsichtauf Farbe und Beleuchtung.

Man verweilt hier gern an dem Bilde diesesgrofsen Mannes, von seiner eignen Hand gemahlt.Er sitzt in einer Geisblatilaube, neben ihm, etwastiefer auf dem Rasen, seine Gattin, beide so sinnig,und zufrieden, und glücklich in ihrer Liebe. Nurder Prunk der Kleidung mifsfällt an dem häuslichenBilde. Seine Gestalt ist edel, und edel mufsteauch der Mensch gewesen seyn, der, bei, demStande eines Künstlers , das Vertrauen von Königenin öffentlichen Angelegenheiten genofs. Sein thätigesLeben kündigt sich in seinem Gesichte an, und