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Eine liebliche Mythe von Anton Schonianshängt über der Thüre zum dritten Saal. Es istNarcissus, der sich in der Quelle spiegelt. DasBild ist zart empfunden , und mit einem Pinsel aus-geführt , dem die Grazien hold waren.
Jener Domenichino über der Eingangsthüregehört zwar nicht zu den vortrefflichsten, aber mansieht sich doch gern an diesen Namen erinnert, demder Mahler Füefsly neulich, in seinen Vorlesungenüber Mahlerei, mit lüsternem Ubermuthe den Heili-genschein vom Haupt reifsen wollte , um ihn an sei-nem eignen zu befestigen.
Ein schönes Porträt Vandycks, von seinereignen Hand, zeigt uns eine höchst anziehende Ge-stalt, und ein zartes, sinnendes Gemüth. Er scheinteben die huldvolle Madonna mit dem kleinen Jesusund Johannes, die dort in der Ecke hängt, aus sei-ner Fantasie hervorzurufen. Die schwierige Verei-nigung jungfräulicher Würde mit mütterlicher Zärt-lichkeit haben, aufser Raphael, wenige Künstler.glücklich erreicht, und Vandyck gehört mit diesemBilde unter die wenigen.
Nicht so viel Gutes lafst sich von seiner Susannaim Bade sagen. Der Gegenstand selbst hat schonetwas Widerstrebendes, so häufig er auch, wie diemeisten biblischen Vorstellungen, von den alten Mali-