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Mahlerische Ansichten des Rheins von Mainz bis Düsseldorf : mit 3 Kupfern u. 1 Karte
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lern behandelt wurde, und hier erscheint die Heldinnoch zurückstofsend in Torrn und Ausdruck.

Ein herrliches Bild ist aber sein heiliger Seba-stian. Weise hat der Künstler den Moment ge-wählt, wo der schöne Jüngling an den Baum gebun-den wird, und die mörderischen Pfeile noch nichtden zarten blühenden Körper entstellen. Im Ant-litze des Märtirers ist hohe Ruhe Sein Augeblickt ergebungsvoll zum Himmel, und es strahlt ausdemselben die Gewißheit eines bessern Daseyns.Das Gesicht hat auffallende Ähnlichkeit mit Van-dycks Porträte. Man könnte aber den Künstler nuralsdann deshalb tadeln, wenn die gewählte Form zuder Idee nicht pafste.

Ein würdiges Seitenstück hierzu bildet die Grab-legung des nämlichen Künstlers. Maria sitzt an deinFelsen, in welchen das Grab eingehauen ist. Vorihr liegt der Leichnam des grofsen Todten, dasHaupt an ihre Brust gelehnt. Bedeutend hebt sieihre Rechte und die im Schmerz gebrochenen Augenempor, und fleht Trost vom Himmel. Zu ihrenFüfsen liegt die Dornenkrone. Links stehen dreitrauernde Engel, rechts im Gewölke schweben nocheinige, und sehen herab auf die feierliche Szene.In der Ferne liegt Jerusalem in den Schatten desTodes und schon geweiht zum nahen Untergange.Das ganze Bild ist tief empfunden, und meisterhaft