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Mahlerische Ansichten des Rheins von Mainz bis Düsseldorf : mit 3 Kupfern u. 1 Karte
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leblosen Natur von diesen Künstlern ein reineresGeniüth und ein mehr dichterischer Geist,,als wennsie menschliche Formen wählen ? Diese Landschaftvon Johannes Both, den wir schon im erstenSaale kennen lernten, ist ein liebliches Idyll. Ineiner aninuthigen.Waldgegend wehen die Schauer derEinsamkeit. Unter der alten ehrwürdigen Eiche imVorgrunde schläfert Merkur den Hüter der Io ein,die, in eine schöne weifse Kuh verwandelt, in eini-ger Entfernung irrt.

Auch die beiden Landschaften von Niclas Berg-liem sind schöne ländliche Dichtungen. Er liebtdas Heitre und Sanfte, und belebt seine Gründedurch glückliche Staffagen, die bei ihm nie zweck-loses, müfsiges Beiwerk sind.

Von nnserm AI brecht Dürer hängt hier einegrausenvolle Märtirergeschichie, die seine Verehrerin Verlegenheit setzt. Es ist seine Manier und seinPinsel, und man mufs leider sagen, das hat Dürergemahlt. Fand sich denn für eine teutsche Gallerienichts Würdigeres von dem ersten teutschen Künst-ler ? Seine Werke sind doch so selten nicht, undgröfstcntheils in Händen von Nichtkennern.

Mehr artistisches Verdienst hat der Kindermorddes Luca Giordano, aber auch er hat überall nurdie gräfslichen Motive gewählt, und eben darum dieeigentliche tragische Wirkung verfehlt.Ans. (1. IU,. 3. Heft. r I