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Mahlerische Ansichten des Rheins von Mainz bis Düsseldorf : mit 3 Kupfern u. 1 Karte
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physiognomiseben Bedeutung gestaltet, und diesemIrrthum haben so viele selbst berühmte Männer ge-huldigt. In jedem Bildnisse Vandycks ist eine Indi-vidualität bewahrt, die den Beschauer ohne Müheerrathen lafst, wes Geistes Kind er vor sich habe.Audi sind sie meist in Einem ausgemahlt, daher ebendiese Wahrheit und diese Wärme. Die Einbildungs-kraft kann kein Gebilde lange fest halten, welchesnicht ihr eigenes Werk ist.

Noch hängen zwei mystische Vorstellungen vondiesem Künstler in diesem Saale. Das eine ist dieHeilung des Gichtbrüchigen mit lebensgrofsen Figu-ren bis an die Kniee , und hat nicht nur titianischeTinten, sondern auch edle Formen und würdigenAusdruck. Das andere, ein todter Christus amGrabe, hält keine Vergleichung mit derselben Dar-stellung aus , die von eben dem Künstler im zweitenSaale zu sehen ist.

Dieser zweite Saal hat seinen Namen von Ger-hard Dow, dessen Marktschreier als eines der er-sten Bilder unter den hier aufgestellten betrachtetwird.

Der Charakter dieses Künstlers kann für den all-gemeinen Charakter der holländischen Schulegelten. Die Fl am ander mahlten meist für Kirchenund Palläste, darum mufsten sie ihren Stoff gröfsten-theils aus Geschichte und kirchlichen Mythen wäh-