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len, und ihre Formen auch nach einem gröfsernMafsstabe bilden; die Holländer hingegen be-schränkten sich mehr oder weniger auf Kabinets-stücke, und diese erforderten — des nähern Stand-punkts wegen — eine weit sorgfältigere Ausführungim Einzelnen. Jene suchten in der Natur das Cha-rakteristische , ohne das Schöne zu verschmähen;diese gefielen sich nur im Niedrigen und Gemeinen.
Gerhard Dow kann gewissermafsen als der Schö-pfer dieser Gattung angesehen werden. Er hieltsich an seine Umgebungen mit einer Treue , die derFantasie nicht den mindesten Antheil vergönnt, da-bei sind aber seine Werke von einer so seltenenVollendung, von einer so reinen Farbe, dafs manüberall die Natur selbst darin erblickt, wie sie sichin einem Mahlerspiegel zeigt. Seine Beiwerke sindmit eben der Genauigkeit angegeben , als die Haupt-sachen, und er konnte eine Woche lang an derHand eines Porträts mahlen. Man könnte darumsagen, das holländische Künstlergenie sei die Ge-duld. Seine mühsame Art zu arbeiten brachte ihnvermuthlich auf den eigenen Gedanken, den Preiseines Gemähides nach der Zeit der Arbeit zu bestim-men , indem er jede Stunde auf dreifsig Kreuzerberechnete.
Sein Marktschreier, den auch Herr Hefs imgrofsen und kleinen Format gestochen hat, ist im