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Mahlerische Ansichten des Rheins von Mainz bis Düsseldorf : mit 3 Kupfern u. 1 Karte
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Farbe ist warm und gefühlt. Die Figuren ei-nige friedliche Reisende sind vom Bruder desKünstlers.

Zwei Thierstücke von Weenik und eine Fal-kenjagd von Wouvennans verdienen wenigstenseinen Blick, wenn man sich nicht länger verweilenkann. Eben so eine Kinnefs von David Teniers,bei dessen lustigen Volksfesten man sich so gernemit freut.

Über der Thüre, die in den zweiten Saal führt,hängt die Krenzfindung von Gerhard Douffet,die poetisches Talent verräth, und eine auch im Me-chanischen fertige Künstlerhand. Es ist der Momentvorgestellt, wo die Kaiserin Helena mit dem aufge-fundenen Kreuze an zwei Todten den Versuch ma-chen läfst, ob es das ächte sey. Eben wird dereine Todte durch die Berührung wieder lebendig.Freudiges Erstaunen mahlt sich in seiner Stellungund Gebehrde, und das Grauen des Wunderbarenin den mannichfaltigen Gruppen der Zuschauer.

Vier Porträte von Vandyck sind ihres Namensvollkommen werth. Wie tief stehen alle spätemKünstler in dieser Gattung unter ihm! Buhe ist derMoment für das Porträt, nicht Bewegung. Wennder Künstler eine vorübergehende Empfindung fixirt,so verwischt er den Charakter, das innere Leben,des Geuiüths, wie es sich in den Gesichtszügen zur