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Mahlerische Ansichten des Rheins von Mainz bis Düsseldorf : mit 3 Kupfern u. 1 Karte
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ist ein achtes Bauernbachanal, voll der munterstenLaune und im vortrefflichen Farbenton. DieserKunstler suchte, mit kluger Wahl, das Charakteri-stische in der gemeinen Natur, und fafste es miteiner Treue auf, dafs er von keinem seiner Lands-leute darinnen übertrollen ward. Auch in Absichtauf Zeichnung, Färbung und Helldunkel gehurt erunter die Häupter seiner Schule.

Wie tief unter ihm steht Gerhard Honthüst,der hier in seinem verlornen Sohne nur das niedrig-ste im Niedrigen fand, und sich in einer Gesell-schaft gefiel, in welche Hogarth füglich seinen Lii-deiliehen hätte einführen können.

Wenden wir uns lieber von diesem ekelhaftenBilde einer moralischen Verwesung, die bereits auchdie körperliche herbeizuführen scheint, zu den Sze-nen der freundlichen Natur, welche JohannesBoth hier so anziehend geschildert hat.

Die linke Seite der Landschaft zeigt ein wildesGebürg, wo ein altes Schlofs sich auf einer Felsen-schichte hervorhebt. Ein Waldstrom rauscht durcheine hölzerne Brücke in den buschigten Vorgrundherab. In der Mitte steht eine herrliche Gruppehochwipfeligter Bäume, neben welchen sich, zurHechten, die Aussicht in ein fernes Gebürg verliert.Ein goldner Abendduft schwebt über der Gegendalles athmet Buhe und erfrischende Kühle. Die