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erkauft. Dieser Künstler war ein trefflicher Zeich-ner, er verstand vollkommen die Handhabung desPinsels und die wählerische Anordnung — aber wenndas Wesen aller Kunst Poesie ist, so mufs mangestehen, dafs ihm von dem Wesentlichen gar nichtsbeiwohnte. Die ganze Zusammenstellung hat keinenSinn — man tritt in eine Gesellschaft von Menschen,denen man fremd ist, und die sich fremd sind.
Das Nachtstück von Schalken, die klugen unddie thörigten Jungfrauen, welche Nachts mit ihrenLampen über die Strafse ziehen, ist von Halbken-nern oft als ein Hauptwerk gepriesen worden. DasSpiel mit den Lichtern ist aber sein ganzes Verdienst,und die Wirkung davon wird noch obendrein durchden Mond geschwächt, der hier ebenfalls ange-bracht ist.
Wie ungleich mehr als durch diese klugen undunklugen Mädchen wird das Auge gefesselt durchein Jagdstück von Franz Snyders. Der muthigeKeuler, obgleich verwundet, stürzt mit gewaltigerKraft auf die Jäger los. Geist und Kühnheit derComposition vereinigen sich mit Feuer und Wahr-heit in der Ausführung. Die Jäger sind von Ru-bens, der hinwieder den Pinsel seines Freundes oftzu den landschaftlichen Gründen seiner Gemähldebenutzte.
Der Dreikönigsabend von Jakob Jardaens