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Mahlerische Ansichten des Rheins von Mainz bis Düsseldorf : mit 3 Kupfern u. 1 Karte
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Gulden, und' bezahlte ihm überdiefs jedes kleinereGeiriählde mit 10,000 Gulden, die gröfsern aber mitder doppelten Summe. Wer denkt hier nicht miteiner schmerzlichen Empfindung an Correggio, Do-menichino und Schidone, die für ihre Meisterstückekaum den magern Sold eines Taglöhners erhielten,und wer beseufzt nicht den Eigensinn des Schicksals,wenn er bedenkt, was diese Männer, begünstigt voneinem solchen Fürsten, halten leisten können!

Im Jahr 1710 wurde das Galleriegebüude aufge-führt. Die Einrichtung ist nicht ganz die zweckmä-fsigste, weil es an vorteilhafter Beleuchtung fehlt.Die ganze Sammlung besteht in dreihundert acht undfünfzig Gemählden, welche in fünf Säle vertheilt sind.

Der erste Saal heifst der flamändische, weil ergröfstentheils mit Werken aus dieser Schule angefülltist. Diese Schule hat eben so oft unverdiente Lob-sprüche erhalten, als sie durch ungerechten Tadelherabgewürdigt worden ist, denn der einseitige Ge-schmack ist zumal in unsern Tagen noch häu-figer anzutreffen, als der Ungeschmack, und einehöchste Ansicht, auf welche sich so mancher erho-ben haben will, ist gewöhnlich eine durch den Dunst-kreis durchaus getrübte und beschränkte Ansicht.Das Kunstvermögen wird in seiner Wirksamkeit im-mer mehr oder weniger durch das Land bedingt, inwelchem der Künstler geboren wurde, und lebte.