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Mahlerische Ansichten des Rheins von Mainz bis Düsseldorf : mit 3 Kupfern u. 1 Karte
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Landsleute liieher, und der italienische Typus hatsich denn auch gröfstentheils bis auf unsre Zeitenin den Formen beider Geschlechter erhalten.

Es ist ein niederschlagendes Gefühl, wenn manan diesem Ort das Ehemals mit .letzt vergleicht.Im Mittelalter zählte die Stadt dreifsigtausend wehr-hafte Männer, gegenwärtig kaum vierzigtausend See-len. Damals blühte sie durch Handel und Kunst-fleifs, zu welchen sich auch bald Künste und Wissen-schaften gesellten. Köln war eine Hauptstütze derHansee, und von ihren ungeheuren Reichthümemzeugen die eilf Stifter und acht und fünfzig Klöster,die neunzehn Pfarrkirchen und neun und vierzig Ka-pellen , welche ihre Entstehung gröfstentheils demGolde und dein frommen Sinn der Einwohner zudanken hatten.

Die gegenwärtige Verödung der Stadt ist einfurchtbares Dokument in der Geschichte des Aber-glaubens. Auf den verhängnifsvollen Bartholomäus-tag wurden — im fünfzehnten Jahrhundert Hr alleJuden aus ihren Mauern verbannt. Zu einer .andernZeit verbrannte die Obrigkeit — bei einem Aufstandeder Wollenweber — siebzehntausend Webstühle, unddiese nützlichen Bürger wanderten in die benachbar-ten Städte Aachen, Verviers u. s. w. aus. Im An-fange des siebzehnten Jahrhunderts verjagte der recht-gläubige Magistrat, auf Einflüsterungen der Mönche,