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Zwischen Ober- und Unterwefslingen und Godorfmacht der Flufs eine mächtige Krümmung zur Bech-ten, und bildet einen Ungeheuern Winkel, der mitdem Schlosse Bensberg, im Herzo»thum Berg, mah-lerisch schliefst.
Wie man sich der Stadt Köln nähert, wird dasLand zur einförmigen Ebne. Einzelne Dörfer liegennoch links und rechts , aber ohne malilerische Um-gebungen , und nur das Kolorit eines niederländi-schen Pinsels könnte sie dem Auge in der Nachbil-dung gefällig machen.
Wenn man an das zur Bechten liegende DorfPoll kömmt, zeigt sich Köln, wie eine mächtige See-stadt, in einem überraschenden Anblick. Der Flufsbildet an ihren Mauern einen herrlichen Busen, auswelchem zahllose Masten emporsteigen. Die Stadtselbst, von weitem Umfang, mit ihren drei undachtzig Thiirmen und vielen Klöstern, täuscht durcheine hohe Erwartung. Aber das Bild der Gröfseverschwindet, wenn man nun durch das düstre Thorin die melancholischen, menschenleeren Gassen ein-tritt. Auch fällt es dem Beisenden sonderbar auf,in der Gesichtsbildung der Kölner noch die Abkömm-linge einer römischen Pflanzstadt zu bemerken. Be-kanntlich schickte Agrippina, die Mutter des Nero,'welche während der Feldzüge ihres Vaters Gerina-nikus in Köln geboren ward, eine Kolonie ihrer