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Mahlerische Ansichten des Rheins von Mainz bis Düsseldorf : mit 3 Kupfern u. 1 Karte
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Tag vorher werden die Nachen ausgeschickt, umdas Volk — nach dem Kunstausdrucke — zu wahr*schauen; Backer, Fleischer, Küfer, und was sonstnoch den Mundvorrath zu besorgen hat, ist in vol-ler Thätigkeit. Heiterkeit und Scherz beleben dieüberall vcrtlieilten geschähigen Gruppen.

Kaum dämmert der nächste Morgen, so hegiebtsich jeder Trupp an seinen Posten — einige zu denStreichen, einer Art von Ruder, die zu beiden Sei-ten der hintersten Kniee angebracht sind; die Ah*.kerknecble treten in die Nachen, und die Meister-knechte — bewaffnet mit grofsen Stangen, woransich eiserne Haken befinden — ertheilen die Befehle,und balten auf Ordnung und Pünktlichkeit im Dienste.Ist nun ein jeder an seiner Stelle, so nimmt derObermeister-Knecht eine Musterung vor, hält einekräftige Rede an das Volk, sagt, was jeder für dieReise bis Dordrecht an Arbeitslohn neben der Kosterhalten werde, und geschieht keine Einrode, soist der Vertrag abgeschlossen. Wer sich die Bedin-gungen nicht gefallen lassen will, der entfernt sichohne weiters und kehrt über die Communikations-brücke nach dem Lande zurück.

Itzt ertönt das Zeichen zur Abfahrt. Der Steuer-mann besteigt seinen Stuhl, es tritt eine plötzlicheStille ein — die Hüte werden abgenommen, dieHände gefaltet, und ein kurzes Gebet um glückliche

Ans. d. Uli. :,. Heft. /|.